Eine Bestandsaufnahme 20 Jahre danach. Ich habe meinen Beitrag geleistet, das gibt mir noch heute ein befriedigendes Gefühl.» Die Räumung sei für ihn ein symbolischer Wendepunkt gewesen und der Startschuss für Zürichs liberale Drogenpolitik. Seidenberg war seit Mitte der 80er-Jahre in der Zürcher Drogenszene engagiert und hatte zu Beginn medizinische Sprechstunden in der Notschlafstelle angeboten. Die ­Folge: Viele Drogensüchtige steckten sich mit HIV oder Hepatitis C an. Der ehemalige Bahnhof Letten neben dem Limmatwerk Letten auf einem Plan um 1900. Das Städtische Elektrizitätswerk (heute ewz) baute ein zusätzliches Transportgleis. Manchmal, sagt er, plagten ihn noch immer Gespenster. Zwar hat sich seit der Letten-Räumung keine grosse offene Drogenszene mehr gebildet, verdeckte Szenen gab und gibt es aber immer wieder, so in den späten 90er Jahren an der Kreuzung Langstrasse-Dienerstrasse, später auch wieder auf dem Platzspitz, beim Bahnhof Oerlikon, an der Konradstrasse („Haschgasse“) oder um die sogenannten „Gammelhäuser“ an der Neufrankengasse. Dort konnten schwer Drogensüchtige während vier Stunden pro Tag ihre Drogen konsumieren. Schnell und sicher online buchen Bis Ende September 2019 fielen fast 153.000 Personalstunden an. Doch der Versuch, die Drogenszene aufzulösen, scheiterte kläglich. Oktober 1992 bis 21 Platzspitz und Letten: Offene Drogenszene - als Zürich an der Nadel hing от : Bluewin Am 16. Es wird zwischen dem Oberen Letten und dem Unteren Letten unterschieden. Für die Betreuung der Abhängigen sorgte zunächst die katholische Kirche – gegen den Widerstand der Polizei. Februar 1992 durchgeführt wurde, habe es noch zu wenig Auffangeinrichtungen gegeben, die Neuausrichtung der Drogenpolitik habe noch nicht gegriffen. Drogenszene In den 1980er-Jahren bildete sich auch in Luzern eine kleine offene Drogenszene. Auch Monika Stocker hat massgeblich dazu beigetragen, Zürich aus der Drogenmisere herauszuführen. «Ich hätte damals meine Grossmutter verkauft für einen Knall», gibt er zu. Es habe gar ­Drogenabhängige gegeben, die sich noch im Laufen einen Schuss gesetzt hätten. Die Räumung war ein Misserfolg, weil die Szene sich einfach verlagerte. Blutige Spritzen, Kot, … Mit seiner ganzen Kraft setzte er sich für die Menschen am Rande der Gesellschaft ein. Der Bahnhof im Areal Letten wurde 1894 als Station Letten in Betrieb genommen. Vorwiegend die Eisengasse in der Luzerner Altstadt war davon betroffen. Die Letten-Räumung war ein Erfolg. Die Drogenszene am Letten war von Beginn weg von krimineller Gewalt geprägt. Als die Linienplanung der S-Bahn vorsah, beim Hirschengraben einen Tunnel als Verbindung des rechten Seeufers mit dem Hauptbahnhof zu bauen, war das Ende des Bahnhofs Letten absehbar. Die Drogenkrise hat die Stadt Zürich nachhaltig geprägt und führte in weiten Teilen der Schweiz zu einer liberaleren Drogenpolitik. Wer konnte, mied die Gegend. Natürlich ist eine Drogenszene am Bahnhof erst einmal keine Überraschung. 2020 war ein Jahr voller Herausforderungen. Die Politik reagierte erst 1992 mit der Einrichtung eines Aufenthalts- und Betreuungsraums für Drogenabhängige im Stadthaus. Der Letten war ein einziger grosser Schandfleck. Drogenhölle Letten - Die offene Drogenszene am Bahnhof Letten in Zürich | Doku | SRF DOK Erzbischof Wichmann (1152—1192) und Magdeburg im hohen Mittelalter (Ausstellung zum 800. Die Leute kamen aus der ganzen Schweiz, ja aus ganz Europa.» Die Räumung sei nicht völlig überraschend gekommen. Die Programme seien toleriert und unterstützt worden. Gegner hatten argumentiert, dass der im Volksmund «Fixer­raum» oder «Fixerstübli» genannte Raum Dealer anziehe und Ansammlungen von Drogenabhängigen zur Folge habe. «Die Erfolgschancen waren klein, und wir wollten eine Ver­lagerung in Wohnquartiere verhindern», begründet er heute den damaligen ­Widerstand des Stadtrats. 1995 wurde schliesslich der Letten geschlossen und es kam zu einer Wende der Drogensituation. Auf dem stillgelegten Bahnhof Letten wurden täglich wieder bis zu 15 000 Spritzen getauscht, die Statistik der Drogentoten erreichte weiterhin traurige Spitzenwerte. Für jeden Tipp, der veröffentlicht wird, erhält der Einsender einen Gewinn. Der Platzspitz konnte sich erholen und ist heute wieder sehr beliebt als Erholungs- und Ruhe-Oase. Seither hat sich in Zürich keine offene Drogenszene mehr gebildet. Der Platz wird 1992 geräumt, die Drogenszene lagert sich jedoch nur auf den Bahnhof Letten aus. 1994 wurden in der Stadt zwei weitere legale Drogenabgabestellen eröffnet. 1907 kam der Stückgutverkehr hinzu. 1993: Es bildet sich eine neue offene Drogenszene am stillgelegten Bahnhof Letten. Die Bahnstation lag an der Bahnstrecke Zürich-Meilen-Rapperswil. Alle Rechte vorbehalten. Der Bahnhof im Areal Letten wurde 1894 als Station Letten in Betrieb genommen. Mütter hatten Angst, ihre Kinder barfuss auf der Wiese spielen zu lassen, weil überall Spritzen herumlagen. Ein Leben im Dreck. Unterkünfte in Hamburg, Deutschland. Und er war einer der Ersten, der sich im Drogensumpf um die verwahrlosten Süchtigen kümmerte. Ein neuer Versuch für die Einrichtung eines Fixerraums wurde erst rund zehn Jahre später gestartet. «Für das Verbot gab es keine Rechtsgrund­lage», sagt Seidenberg. Von Kirchenmitarbeitern verteilte Spritzen sammelte die Polizei oft sofort wieder ein, um sie als Beweisstück gegen die Drogenabhängigen zu verwenden, wie der langjährige Luzerner Gassenseelsorger Sepp Riedener in einem 2016 erschienenen Buch schilderte. Das habe aller­dings nicht zu einer grossen Verbesserung der Situation der Drogenabhängigen geführt, sagt André Seidenberg. Im Februar 1995 wurde schliesslich auch der Letten geräumt – viel besser vorbereitet, begleitet von zahlreichen Hilfsangeboten. Dealer, Süchtige und Tonnen von Abfall. Zuvor waren Drogenabhängige in der Öffentlichkeit nicht geduldet. Die offenen Drogenszenen auf dem Platzspitz neben dem Zürcher Hauptbahnhof und später auf dem stillgelegten Bahnhof Letten waren während Jahren die grössten Drogenumschlagplätze in Europa. November 1993. Auch der ehemalige Polizeivorstand Robert Neukomm spricht noch heute von einem unüberlegten Schnellschuss. «Der Zeitpunkt war falsch», urteilt ­Robert Neukomm. Letten Zurich. Die riesige offene Drogenszene in den Achtziger- und Neunzigerjahren zählt zu den grössten sozialen Katastrophen Zürichs und der Schweiz überhaupt. Auch der ­Drogenhandel war dort zu Hause. Auch saubere Spritzen wurden dort verteilt. Der damalige Stadtpräsident Josef Estermann stand unter Druck, denn Fernsehteams aus aller Welt verfolgten die Räumung des Lettenareals, das mit Eisentoren und Stacheldraht verriegelt wurde. Er beginnt kurz unterhalb des Stadtzentrums und des Platzspitz und erstreckt sich bis Wipkingen. Der kaum befahrene Abschnitt des Bahnhof Letten, wurde im Frühjahr 1992 von den vom Platzspitz vertriebenen Drogensüchtigen für drei Jahre in Beschlag genomm.. Am 14. «Die Räumung des Platzspitz führte zum nächsten Desaster», sagt Seidenberg. Der Kanton Zürich wollte dem Treiben Einhalt gebieten. Todestag Erzbischof Wichmanns vom 29. «Die niedrigschwelligen Methadonprogramme haben die Lebensumstände und die Gesundheit der Betroffenen entscheidend verbessert», sagt Seidenberg. Der ehemaligen Zürcher Stadträtin und Sozialvorsteherin Monika Stocker gehen die Bilder von Zürichs Drogenelend in den 80er- und frühen 90er-Jahren nicht mehr aus den Kopf. Als erste Institution bot Arud, das Zürcher Zentrum für Suchtmedizin, 1992 eine Therapie mit Methadon an. Zu jener Zeit bestand das Problem, dass die Abgabe von sau­beren Spritzen vom damaligen Kantonsarzt als verboten erklärt wurde. Der berüchtigte «Needle Park», der Platzspitz hinter dem Landesmuseum, machte als Drogenhölle weltweit Schlagzeilen. Die Drogenpreise waren im Vergleich zu heute relativ billig, aber auch dies hinderte Drogenabhängige nicht davon ab, ihre Drogen zu stehlen, anstatt das nötige Geld aufzutreiben. Angehörige suchten auf den Gleisen des stillgelegten Bahnhofs verzweifelt nach ihren heroinsüchtigen Töchtern und Söhnen, die oft nur noch ein Schatten ihrer selbst waren. Die Bevölkerung hatte Angst. Während der Platzspitz, eingeklemmt zwischen Sihl und Limmat, nicht unmittelbar in einem Wohnquartier lag, war die Situation für die Anwohner beim Letten deutlich unangenehmer. Vergewaltigungen, Streit, Mord, er steckte ganz tief drin im Elend. Erst. Die Stadtluzerner Stimmberechtigten lehnten 1993 einen Kredit für die Weiterführung ab. Medien aus der ganzen Welt berichteten über den sogenannten «Needle Park», in dem täglich Hunderte, ja sogar Tausende Menschen harte Drogen, vor allem Heroin, konsumierten. Altersjahr verstorbene Obdachlosen-Pfarrer Ernst Sieber hingegen hatte keine Berührungsängste. «Es war brutal, das organisierte Verbrechen», erinnert sich Monika Stocker. Im Februar 1995 wurde die offene Drogenszene endgültig zerschlagen. Ich habe die Regeln gelesen und erkläre mich einverstanden. Von 1986 bis 1992 herrschte Ausnahmezustand in Zürich: Täglich tummelten sich bis zu 3000 Fixer auf dem Platzspitz. Noch im selben Jahr wurde der Fixerraum Geissmatt geschlossen und in die Gassechuchi am Geissensteinring verlegt, wo er bis heute ist. Der Zürcher Platzspitz oder Needle Park war während der 1980er- und frühen 1990er-Jahre eine offene Drogenszene. «Dann muss ich mir eingestehen, dass das gar nicht sein kann, weil die Person längst verstorben ist.». Täglich wurden hier bis zu 15 000 Spritzen getauscht. Heroinabhängige konnten sich Spritzen setzen, ohne festgenommen zu werden. Januar kommt der Film … Polizeivorstand Robert Neukomm war an vorderster Front. Erst drei Jahre nach der Platzspitz-Räumung gelang es, die Zeit der offenen Drogenszenen in Zürich zu beenden. Im Restaurant Geissmatt an der St.-Karli-Strasse wurde im Jahr 2008 ein Fixerraum eingerichtet. «Wochenlang wurden Hunderte Leute durch die Innenstadt ­getrieben», so der Arzt. 1907 kam der Stückgutverkehr hinzu. Läuft man heute durch den Park, kann man sich das Drama kaum vorstellen, das sich hier Anfang der 90er-Jahre abgespielt hat. Die Räumung des Letten … Das Elend der Betroffenen wurde immer augenscheinlicher: Viele Süchtige lebten in grösster Armut und beschaften sich ihren Stoff mit Diebstahl oder Prostitution. Drogenabhängige und Dealer aus ganz Europa gingen dort ihrem Geschäft nach. Später führte sie ein «beinahe suchtfreies Leben», wie sie sagte. „Die Szenen werden dann unübersehbar“, heißt es in der Mitteilung weiter. Unter den Dealern herrschte ein regelrechter Bandenkrieg. Süchtige im Dreck, gewalttätige Dealer, hilflose Behörden: Anfang der 1990er eskalierte in Zürichs Stadtteilen Platzspitz und Letten die Drogenszene. Im ­Oktober 1991 verlangte der damalige Zürcher Statthalter Bruno Graf (CVP), der Platzspitz müsse rasch umfassend und konsequent geräumt werden – gegen den Willen des Zürcher Stadtrats. Bereits 1990 sagten die Stadtzürcher Ja zur Erweiterung der Drogenpolitik. Sogar an der Bahnhofstrasse jagten sich Junkies vor den Augen entsetzter Bürger den Stoff in die Venen. 25 Jahre Letten-Schliessung - Zum Rausch in die Stube statt auf die Gasse . «Wir waren damals schlicht nicht gut genug vorbereitet», resümiert Monika Stocker. «Die Änderung der Drogenpolitik war matchentscheidend», sagt Robert Neukomm heute. Kosmos Platzspitz und Lila Bus Ein wesentlich differenzierteres Bild dieses Jahrzehnts ergibt sich bei der Beschäftigung mit den Aufnahmen … Die Erinnerung an den damals international berüchtigten «Needle Park» verblasst langsam. Vor 25 Jahren, 1995, wurde mit der Schliessung des Bahnhof Letten die offene Drogenszene in Zürich geräumt. Die räumliche Trennung bildet das Wasserkraftwerk Letten. Trotzdem sammelten sich Abhängige am alten Bahnhof Letten (heute Oberer Letten), wo die offene Drogenszene noch bis 1995 anhielt. Sie wurden vertrieben. «Wenn ich heute über die Kornhausbrücke fahre, habe ich noch immer den Gestank in der Nase.». Anfangs Jahr hat uns der Film «Platzspitzbaby» wieder daran erinnert. «Es war ein erfolgreiches Zusammenspiel. Er war jahrelang drogenabhängig, spritzte Heroin. Das Drama verlängerte sich um drei ­weitere Jahre. Hier erfahren Sie die Details dazu, Ihr Kommentar ist eine Antwort auf den folgenden Kommentar. Februar 1995 wurde in Zürich die offene Drogenszene auf dem stillgelegten Bahnhof Letten geräumt. Eine Weiterverarbeitung, Wiederveröffentlichung oder dauerhafte Speicherung zu gewerblichen oder anderen Zwecken ohne vorherige ausdrückliche Erlaubnis von Luzerner Zeitung ist nicht gestattet. Als «Basar von illegalem Handel und Dienstleistungen» beschreibt der Zürcher Arzt André Seidenberg die damalige Situation auf dem Platzspitz. Und noch immer testet das Virus unsere Geduld, unsere... Das "Tagblatt " sucht Objekte, die einst den Alltag in Zürich mitprägten, heute aber kaum noch zu finden oder gar komplett verschwunden sind. André Seidenberg berichtet vom «grossen Chaos», das nach der Räumung ausgebrochen sei. 1987 fiel das Verbot, daraufhin wurden täglich Tausende saubere Spritzen verteilt. Die Szene auf dem Platzspitz entstand Mitte der 80er-Jahre. Für Markus L. war der Letten damals sein Zuhause. Deren Auflösung war ein politischer Kraftakt, der Geschichte schrieb. Besonders gut für diese Zoo- oder Safariperspektive eignete sich dafür die Kornhausbrücke, die über den Bahnhof Letten führt. Noch heute befindet er sich in einem Methadonprogramm, einer Heroin-Ersatztherapie. Wie sie heute mit ihrem Drogenkonsum umgehen und welche Bedürfnisse sie in ihrem jetzigen Alter benötigen, zeigt dieses Video. Der Letten (zürichdeutsch Lätte [lætːə]) ist ein Gebiet am rechtsseitigen Limmatufer in der Stadt Zürich. Weltweites Medieninteresse erregte die in den 1980er und 1990er Jahren behördlich tolerierte Anwesenheit von Drogensüchtigen aus ganz Mitteleuropa. Seit Jahren kommen dort die klassischen Abhängingen zusammen. Am 14. Was nicht ganz unproblematisch ist: Denn in der Gassechuchi verkehren auch Drogenaussteiger, die dort wieder in Kontakt mit Drogen kommen. Mit der Räumung des Letten-Areals endeten 1995 zwei Jahrzehnte der offenen Drogenszene in Zürich. Allein im Jahr 1991 wurden 21 Drogentote gezählt, bis zu 25-mal täglich mussten Sanitäter Junkies wegen Überdosen wiederbeleben. Beim Letten versammelte sich die grösste offene Drogenszene Europas. Die Entfernung der weltweit bekannten offenen Drogenszene am Berliner Bahnhof Zoo verlagerte sie nach Kreuzberg in den Görlitzer Park. Allerdings blieb das Personenaufkommen enttäuschend klein, da der Bahnhof am Rand… Der pensionierte Zürcher Arzt André Seidenberg hat um die 3500 Süchtige behandelt und sich erfolgreich für die ärztlich kontrollierte Heroin- und Methadonabgabe eingesetzt. (dlw). Das Pilotprojekt wurde jedoch bereits zwei Jahre später wieder abgeschafft. «Schon einen Monat vorher wurde der Park in der Nacht abgeschlossen», erzählt Neukomm. Das ist weltweit ein einmaliger Erfolg.» In den USA zum Beispiel herrschten ­grauenhafte Zustände, so Seidenberg. Die Geschichte der offenen Drogenszene begann jedoch bereits in den Siebzigerjahren. Dutzende Drogenabhängige verkehrten dort und konsumierten vor allem Heroin. Der damalige Stadtzürcher Polizeivorsteher Robert Neukomm (SP) erinnert sich: «Als die Problematik auf dem Platzspitz auf dem Höhepunkt war, sagte man gerne, dass das ein Stadtzürcher Problem sei. Bild: Keystone/Martin Ruetschi (übrige Bilder ebenfalls Key), Blutige Spritzen, Kot, verwahrloste Junkies mit der Nadel in der Vene. Im Februar 1992 riegelte die Polizei den berüchtigten Drogenumschlagsplatz am Zürcher Platzspitz ab. Das Städtische Elektrizitätswerk (heute ewz) baute ein zusätzliches Transportgleis. Vor 25 Jahren wurde die offene Drogenszene am Zürcher Platzspitz geräumt. Ab da starteten auch die niederschwel­ligen Methadonprogramme, die bald «überall in der Schweiz kopiert wurden», wie André Seidenberg berichtet. E-PaperDas ganze Tagblatt am Computer lesen, Drogenrazzia auf der Kornhausbrücke am 7. Die Leute hörten auf, Drogen zu spritzen, und waren nicht mehr den ganzen Tag damit beschäftigt, den nächsten Schuss zu organisieren.». Doch die Nutzung blieb gering. Dies vor allem … Drogenszene wird unübersehbar Es sei damit zu rechnen, dass durch die exklusive Aufwertung der Ostseite des Bahnhofs durch Wohnungen, ein unterirdisches Autoparkhaus und Cafés die Wahrnehmung des „Fremden“ verstärkt werde. … Die Stimmung war von Aggressivität und Verzweiflung geprägt. Der Arzt ist grundsätzlich zufrieden mit der heutigen Drogenpolitik in der Schweiz. Das war mitnichten der Fall. Im Kanton Zürich befinden sich fast 4000 Menschen weiterhin in dieser lebenswichtigen Behandlung», sagt Thilo Beck, Chefarzt Psychiatrie bei der Arud. Aber die Süchtigen von damals sind nicht einfach verschwunden. «Der Zugang zu Behandlung wird massiv erschwert, und es gibt massive staatliche Repression gegenüber Drogenabhängigen.» Im Vergleich dazu stehe die Schweiz gut da. 1995: Die offene Drogenszene am Letten wird geschlossen. Angst vor Gewalt, Angst vor Aids. Denn vor rund 30 Jahren erlangte der Platzspitz nicht wegen seiner Idylle, sondern wegen seiner offenen Drogenszene Berühmtheit. Heute geht er oft am Letten joggen und beim Landesmuseum spazieren, er mag den lauschigen Park. «Mehr als die Hälfte der Drogenabhängigen sind in Behandlung. «Das wirkte am nachhaltigsten. Ursula Brunner hat die Drogenszene am Platzspitz und am Bahnhof Letten als Süchtige hautnah miterlebt. Die kirchlichen Gassenarbeiter sprangen für die Spritzenab­gabe mit einem mobilen Bus am Pilatusplatz anstelle der öffentlichen Hand ein. Rechnete die Stadt im Vorfeld mit rund 80 Benutzern pro Tag, waren es kurz nach der Eröffnung nur 20. Sie legte den Grundstein für die Viersäulenpolitik, für die die Schweiz heute weltweit anerkannt wird. Von Barbara Kieser, Stab Stadtpräsidentin Räumung auf Geheiss des Kantons durchgeführt. Trennlinie ist die Quartiergrenze zwischen Wipkingen und Unterstrass bei der Kornhausbrücke. Der Stadtrat habe die Schliessung zwar vorbereitet, aber als die Räumung am 5. Tatsächlich bildete sich nach der Schliessung des Platzspitz am unweit gelegenen stillgelegten Bahnhof Letten die nächste offene Drogenszene. «Sie muss als eine der effektivsten Therapieformen in der Medizin in der Medizin gewertet werden. Der Platzspitz (ursprünglich Platzpromenade) ist ein Park im Herzen Zürichs mit abwechslungsreicher Geschichte. Er verhinderte eine gewalttätige Ausschreitung, indem er sich mit seinem legendären Kreuz und Esel zwischen die Fronten stellte. Während der … Gebaut wurde der 1400 Meter lange Hirschengrabentunnel von 1984 bis 1988. Nach 1918 bot die Station Letten einen Komplettservice an mit Billettschalter, Reservationen, Gruppenreisen, Gepäckaufgabe und Wechselstube. Die Behörden liessen die Fixer gewähren, bis im Februar 1992 der überstürzte Entscheid zur Räumung kam. Nach der Platzspitz-Räumung verlagerte sich die Szene an den Letten. Drogenszene hamburg 2020. «Es gab viel Beschaffungskriminalität», sagt Robert Neukomm. Die Bahnstation lag an der Bahnstrecke Zürich-Meilen-Rapperswil. Kein Drogensüchtiger weit und breit, nur Medienleute aus der ganzen Welt und ein paar Schaulustige trafen sich um Mitternacht am Ufer der Limmat. Nach der Sperrung des Parks 1992 verlagerte sich die Drogenszene in den benachbarten Oberen Letten. Bildquelle: Ausschnitt Stadtplan von 1900 (Stadt Zürich) Text: Der Bahnhof Letten Der einstige Bahnhof Letten wurde ursprünglich für die Strecke Zürich-Stadelhofen-Rapperswil der Nordostbahn erbaut, auch rechtsufrige Zürichseelinie oder rechtsufrige Zürichseebahn genannt. Februar 1995 wird auch der Letten geschlossen und … Der «Wipkinger» nimmt in der vierteiligen Serie «Zeitreise Wipkingen» der Wandel und die Geschichte des Quartiers unter die Lupe. Bis zu 3000 Süchtige deckten sich täglich am Platzspitz mit Drogen ein. Die offene Drogenszene am Platzspitz und später am stillgelegten Bahnhof Letten in Zürich – ein Kapitel der Schweizer Geschichte, welches wir gerne vergessen würden. Idyllisch gelegen, hinter dem Landes­museum beim Hauptbahnhof und zwischen den zusammengehenden Flüssen Limmat und Sihl, ist der Platzspitz heute eine grüne Oase inmitten der Grossstadt Zürich. [1] (Quelle: «25 Jahre Drogenhilfe» – Sonderausgabe des SD-Magazins des Sozialdepartements) Zeitreise Wipkingen. Tatsächlich bildete sich nach der Schliessung des Platzspitz am unweit gelegenen stillgelegten Bahnhof Letten die nächste offene Drogenszene. 25 Jahre sind seit der Räumung der offenen Drogenszene auf dem Zürcher Platzspitz vergangen. Der Platzspitz entwickelte sich bis Anfang der 90er-Jahre zum europäischen ­Drogenmekka. In diesen Jahren verkehrten ausserordentlich viele Güterzüge durch den Bahnhof Zürich-Letten. Neben Drogen habe man dort auch Sex und ­allerlei «illegale Aktivitäten» kaufen können. «Es war dann auch möglich, in ländlichen Regionen eine Methadon-Versorgung zu gewährleisten.» Das habe die Stadt Zürich entlastet, die «heillos überfordert» gewesen sei, so Seidenberg. 1992 wurde der Park geschlossen, darauf verlagerte sich die Drogenszene an den ehemaligen Bahnhof Letten. Copyright © Luzerner Zeitung. Die Drogenszene schwappte in die benachbarten Stadtquartiere über und fand ein neues Gelände bei den Gleisen am stillgelegten Lettenbahnhof. Die mit Abstand meisten mutmaßlichen Drogenhändler und -käufer überprüften die Beamten in St. Georg, dort waren es exakt 38.526.. Wie sich die Drogenszene in Hamburg verändert. «Die Letten-Räumung war unsere letzte Gelegenheit, bevor Zürich kaputtgegangen wäre.». Die habe es erst gegeben, als Anfang der 90er-Jahre Methadon im grösseren Rahmen eingesetzt worden sei. Er schuf Notschlafstellen wie den Pfuusbus und gründete das Fachspital Sune-Egge für Aidskranke an der Konradstrasse. Der letztes Jahr im 91. Von damaligen Akteuren wird die Räumung als überhastet kritisiert. Der Name "Letten" bezieht sich … Zu den bis dato existierenden Säulen Repression, Prävention, Therapie und Wiedereingliederung kam neu die Überlebenshilfe hinzu. Er glaubt, Menschen zu sehen, die er als Arzt betreute. Der Aushub …